Mitarbeiter setzen KI-Tools, -Agenten und -Automatisierungen schneller ein, als Unternehmen sie steuern können. Die wirkliche Gefahr entsteht, wenn sich diese Tools direkt mit internen Systemen und
Jahrelang haben Managed Service Provider (MSPs) ihr Geschäft auf Infrastrukturmanagement, Endpunktunterstützung und Netzwerkzuverlässigkeit aufgebaut. Aber Cyberbedrohungen haben sich erheblich weiterentwickelt und mit ihnen auch die Rolle des modernen MSP.
Die heutigen Cyberbedrohungen beginnen selten mit ausgeklügelter Malware oder Brute-Force-Angriffen gegen Firewalls. Stattdessen nutzen Cyberkriminelle den einfachsten und effektivsten Zugangspunkt zu jedem Unternehmen: Identitäten.
Der Bericht zu Datenschutzverletzungen 2025 von IBM unterstreicht die zunehmende Betonung identitätsbasierter Angriffe und weist darauf hin, dass Angreifer sich einfach „einloggen, anstatt sich einzuhacken“. Kompromittierte Zugangsdaten, schwache Passwörter, Phishing-Angriffe und unkontrollierter privilegierter Zugriff sind mittlerweile die Hauptursachen für die meisten erfolgreichen Sicherheitsverletzungen. Sobald Angreifer Zugriff auf ein legitimes Konto erlangt haben, können sie sich oft unbemerkt in Systemen bewegen und herkömmliche Sicherheitskontrollen vollständig umgehen.
Durch diesen Wandel präsentiert sich den MSPs eine neue Realität. Unternehmen suchen nach mehr als nur Anbietern, die ausschließlich IT-Probleme beheben und Systeme reibungslos am Laufen halten. Verwaltete Unternehmen insgesamt haben Ihre Erwartungen erhöht. Sie tendieren zu strategischen Anbietern, die dabei helfen können, den Zugang zu kritischen Systemen, Anwendungen und Daten in einem Umfeld zu sichern, in dem Identitäten zu einem Hauptziel geworden sind.
Identitätssicherheit ist mittlerweile mehr als nur ein eigenständiger Zusatzdienst. Sie ist wesentlicher Bestandteil einer modernen Cybersicherheitsstrategie und bietet MSPs eine hervorragende Gelegenheit, die Diskussion anzustoßen.
Der Cybersicherheitsbereich hat sich verändert
Herkömmliche Cybersicherheitsstrategien wurden ursprünglich entwickelt, um die Netzwerkumgebung zu schützen. Firewalls, VPNs und Endpunktschutzplattformen wurden entwickelt, um unberechtigten Zugriff zu blockieren und Angreifer am Eindringen in Unternehmensumgebungen zu hindern.
Seitdem haben die Einführung von Cloud-Lösungen, hybride Arbeitsmodelle und die Ausbreitung von SaaS-Lösungen die Arbeitsweise von Unternehmen grundlegend verändert. Mitarbeiter greifen heute von überall auf geschäftskritische Systeme zu, oft über Hunderte von Anwendungen und Umgebungen hinweg.
Infolgedessen ist die Identität zum neuen Perimeter geworden.
Betrachten wir heute eine typische KMU-Kundenumgebung, die von einem MSP verwaltet wird: Microsoft 365, Salesforce, QuickBooks, VPN-Zugang, RMM-Plattformen, Remote-Desktop-Tools und Dutzende von SaaS-Anwendungen, auf die alle per Fernzugriff über unzählige Geräte und Standorte hinweg zugegriffen wird.
In vielen Fällen ermöglichen kompromittierte Zugangsdaten Angreifern einen umfassenden Zugang zu Umgebungen, ohne dass herkömmliche Malware-Warnungen ausgelöst werden. Anstatt zu versuchen, in eine geschützte Infrastruktur einzudringen, zielen Angreifer mit Phishing-, Köder- und Vortäuschungstaktiken auf Mitarbeiter ab.
Ein einziges kompromittiertes Passwort kann potenziell Folgendes offenlegen:
- E-Mail-Plattformen
- Cloud-Speicher
- Finanzsysteme
- Verwaltungskonsolen
- Fernzugriffstools
- Kundendatenbanken
Da Anmeldeversuche oft legitim erscheinen, erkennen herkömmliche Sicherheitstools eine Kompromittierung möglicherweise erst, wenn bereits schwerwiegender Schaden entstanden ist.
Für MSPs bedeutet dies, dass sich die Gespräche zur Sicherheit nicht mehr nur um herkömmliche Themen wie Schutz von Endpunkten, Firewall-Management, Netzwerküberwachung und Infrastrukturwartung drehen sollten. Der Schutz von Identitäten sowie die Zugriffskontrolle sind mittlerweile ebenso wichtig wie die Sicherung der Infrastruktur.
Herkömmliche Passwortpraktiken scheitern immer noch
Obwohl die Cybersicherheitstechnologie schnell voranschreitet, verlassen sich viele Unternehmen noch immer darauf, dass ihre Mitarbeiter die Zugangsdaten manuell verwalten.
Die Ergebnisse sind vorhersehbar:
- Schwache, häufig verwendete Passwörter
- Viele geteilte Konten
- In Tabellen oder Browsern gespeicherte Anmeldedaten
- Eingeschränkte Transparenz bei privilegiertem Zugang
- Inkonsistente Implementierung der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)
MSP-Techniker übernehmen häufig Systeme, die mit gemeinsam genutzten Administratorzugangsdaten, in Tabellen gespeicherten Passwörtern, nicht verwalteten Dienstkonten und Logins ehemaliger Mitarbeiter, die nie ordnungsgemäß deaktiviert wurden, gefüllt sind. Da MSPs immer mehr Kunden und Techniker an Bord holen, wird der Umgang mit einer unkontrollierten Ausbreitung von Zugangsdaten und einer uneinheitlichen Zugriffsverwaltung zunehmend schwieriger.
Laut dem Bericht zu Datenschutzverletzungen 2025 von Verizon bleiben gestohlene Zugangsdaten der führende Angriffsvektor bei Sicherheitsverletzungen und machen 22 % aller Vorfälle aus. Die Mitarbeiter sind zudem mit der Anzahl der Konten, die sie täglich verwalten müssen, überfordert. Der Mensch ist von Natur aus bequem, was oft zu Sicherheitslücken führt.
Das bringt MSPs in eine schwierige Lage. Die Kunden erwarten höhere Sicherheitsergebnisse, doch vielen fehlen immer noch die grundlegenden Kontrollmechanismen, die erforderlich sind, um identitätsbezogene Risiken zu reduzieren.
Die Verwendung sicherer Passwörter allein genügt nicht mehr. Unternehmen benötigen zentralisierte Identitätssicherheitsstrategien, die Folgendes kombinieren:
- Sichere Verwaltung der Zugangsdaten
- Multi-Faktor-Authentifizierung
- Kontrollen für privilegierten Zugriff
- Sichere Freigabe von Zugangsdaten
- Zugriffstransparenz und -prüfung
- Zero-Trust-Prinzipien
Moderne Phishing-Kits beinhalten mittlerweile AiTM-Funktionen (Adversary-in-the-Middle), die MFA-Sitzungen abfangen und authentifizierte Token in Echtzeit stehlen. Der Bericht von Verizon hebt außerdem den anhaltenden Anstieg von Token-Diebstahl und MFA-Bypass-Angriffen auf Microsoft-365-Umgebungen hervor. Genauso wichtig ist es, dass diese Kontrollmechanismen so einfach sind, dass die Benutzer sie konsequent anwenden können.
MSPs entwickeln sich zu Sicherheitsberatern
Kunden wenden sich zunehmend an Anbieter, um Beratung in den Bereichen Cybersicherheit, Compliance-Vorbereitung und Risikomanagement zu erhalten. Laut dem Globalen MSP-Benchmark-Bericht 2025 geben 76 % der MSPs an, dass ihren Kunden die Sicherheit am wichtigsten ist, während 64 % angeben, dass ihre Kunden nicht nur Tools sondern auch Anleitungen zu Best Practices im Bereich Sicherheit erwarten.
In vielen Fällen fungieren MSPs als ausgelagerte Sicherheitsteams für kleine und mittlere Unternehmen, denen interne Ressourcen fehlen. Eine solche Chance bringt eine noch größere Verantwortung mit sich.
MSPs, die heute an Bedeutung gewinnen, sind diejenigen, die von reaktiven Supportmodellen zu strategischer Sicherheitsberatung übergehen. Sie gehen proaktiv vor und stellen wichtige Fragen wie:
- Wer in Ihrem Unternehmen hat Zugriff auf vertrauliche Systeme?
- Wie wird der privilegierte Zugriff kontrolliert?
- Werden die Zugangsdaten sicher weitergegeben?
- Kann der Zugriff sofort entzogen werden, wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen?
- Ist Ihr Unternehmen auf bevorstehende Compliance-Audits vorbereitet?
- Werden identitätsbezogene Risiken aktiv überwacht?
Diese Art von Fragen findet Anklang, weil sie Cybersicherheit direkt mit unmittelbaren und langfristigen Geschäftsergebnissen verknüpfen.
Sicherheit beschränkt sich nicht mehr nur darauf, Angriffe zu verhindern. Es geht auch um:
- Sicherstellung des Kundenvertrauens
- Minimierung von Betriebsunterbrechungen
- Unterstützung von Compliance-Anforderungen
- Priorisierung der Bereitschaft für Cyberversicherungen
- Zuverlässige Sicherheit in großem Maßstab
Die Identitätssicherheit steht im Mittelpunkt des Ganzen.
Da MSPs in so vielen Kundenumgebungen über erweiterte Administratorrechte verfügen, sind auch sie zu besonders attraktiven Zielen für Angreifer geworden. Die Kompromittierung der Zugangsdaten eines einzigen Technikers kann bereits ein daraus folgendes Risiko für das gesamte Kundenportfolio darstellen.
Diese Realität führt zu mehr Investitionen in Privileged Access Management (PAM) und Identitätssicherheitskontrollen.
Einfachheit ist genauso wichtig wie Sicherheit
Eine der größten Fehleinschätzungen von Unternehmen ist die Annahme, dass höhere Sicherheit zwangsläufig mit größerer Komplexität einhergeht. Effektive PAM-Lösungen sind darauf ausgelegt, den Aufwand durch eine Cloud-native, agentenlose Architektur zu minimieren, die den Betrieb nicht beeinträchtigt. Die Bereitstellung dauert nicht Monate sonder nur wenige Tage.
Übermäßig komplizierte Sicherheitsumgebungen erzeugen jedoch oft neue Schwachstellen. Wenn Mitarbeiter die Nutzung von Tools als zu schwierig empfinden, vermeiden sie diese. Wenn Techniker Schwierigkeiten haben, Sicherheitsrichtlinien in großem Umfang umzusetzen, wird deren Durchsetzung uneinheitlich.
Für MSPs spricht operative Einfachheit Bände. Und die erfolgreichsten Sicherheitslösungen sorgen für:
- Einfache Skalierung über verschiedene Kundenumgebungen hinweg
- Reduzierung des Verwaltungsaufwands
- Verbesserung der Benutzerakzeptanzraten
- Vereinfachung des On- und Offboarding
- Reduzierung der Belastung des Helpdesks
- Nahtlose Integration in bestehende Arbeitsabläufe
Dies ist besonders wichtig für Anbieter, die versuchen, Wachstum, Personalengpässe und wiederkehrende Einnahmen in Einklang zu bringen.
Besonders hervorzuheben sind die Sicherheitslösungen, die den Schutz verbessern und gleichzeitig operative Reibung reduzieren.
Warum Identitätssicherheit zu einer Wachstumschance für MSPs geworden ist
Da Unternehmen einem wachsenden Druck durch Angreifer, Cyberversicherungsanbieter und Compliance-Vorgaben ausgesetzt sind, steigt die Nachfrage nach identitätszentrierten Sicherheitsdiensten weiterhin sprunghaft an. Unternehmen sind an zuverlässigen Partnern interessiert, die den Zugriff zu immer komplexeren Infrastrukturen gewährleisten können.
Anbieter von Cyberversicherungen und Compliance-Rahmenwerken drängen Unternehmen außerdem dazu, die Kontrollen zur Identitätssicherheit zu verstärken, insbesondere im Hinblick auf MFA, privilegierte Zugriffsverwaltung und die Verwaltung von Zugangsdaten.
Diese gestiegene Nachfrage schafft neue Möglichkeiten für MSPs in den Bereichen:
- Rentabilitätssteigerung
- Gewinnung von mehr potenziellen Kunden
- Stärkung der Unternehmensreputation
- Abgrenzung von der Konkurrenz
- Vertiefung bestehender Kundenbeziehungen
In vielerlei Hinsicht ist die Identitätssicherheit zur wichtigsten Grundlage moderner Managed Security Services geworden.
Wie KeeperMSP dazu passt
Da MSPs zunehmend auf Identitätssicherheitsstrategien setzen, benötigen sie leistungsstarke, hochgradig konforme und betrieblich effiziente Plattformen.
KeeperMSP wurde speziell entwickelt, um Anbietern dabei zu helfen, Identitäten ihrer gesamten Kundenbasis über eine zentrale, Multi-Tenant-Plattform zu sichern und zu verwalten.
Mit KeeperMSP können Anbieter Folgendes liefern:
- Enterprise-Passwortverwaltung
- Privileged Access Management
- Sichere Freigabe von Zugangsdaten
- Zero-Trust-Sicherheitsarchitektur
- Rollenbasierte Zugriffsdurchsetzung
- Mehr Transparenz und detailliertere Audit-Berichterstattung
- Agentische KI-Bedrohungserkennung und -reaktion
Anstatt wie bisher Zugangsdaten manuell über Tabellen, Ticketnotizen oder Chat-Plattformen zu verteilen, können MSPs den Zugriff über interne Teams und Kundenumgebungen hinweg durch die Zero-Trust-Architektur von Keeper optimieren.
Dies verbessert nicht nur die Sicherheitslage, sondern optimiert auch das On- und Offboarding sowie die tägliche Zugriffsverwaltung für alle Teilnehmer.
Sicherheitstools, die schwer einzusetzen, zu verwalten oder zu implementieren sind, erhöhen letztlich die Reibung sowohl für Anbieter als auch für ihre Kunden. KeeperMSP beseitigt gängige Hindernisse und verbessert gleichzeitig die Transparenz und Kontrolle in allen verwalteten Umgebungen.
Für MSPs bedeutet das:
- Schnellere Bereitstellung und schnelleres Onboarding
- Vereinfachte Verwaltung
- Reduzierter Support-Aufwand
- Skalierbare Sicherheitsoperationen
- Höhere wiederkehrende Einnahmen
Für Kunden bedeutet dies einen besseren Schutz vor Angriffen, die auf Zugangsdaten basieren.
Die Zukunft der MSP-Sicherheit ist identitätsbasiert
Verwaltete Unternehmen benötigen keine Anbieter mehr, die lediglich die Infrastruktur und Endpunkte überwachen. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft und die Bearbeitung routinemäßiger Supportanfragen sind nichts weiter als Standardpraxis. Außergewöhnlichen IT-Support zu bieten, ist heutzutage nichts Besonderes mehr.
Kleine und mittlere Unternehmen benötigen Partner, die sie souverän durch eine Cybersicherheitslandschaft führen können, in der Identitäten, Zugriffe und privilegierte Zugangsdaten zu den Hauptzielen von Angreifern gehören.
Deshalb ist Identitätssicherheit zum neuen Gebot für MSPs geworden.
Diejenigen MSPs, die in der nächsten Phase der Cybersicherheit erfolgreich sein werden, sind nicht diejenigen, die die meisten Tools anbieten. Es werden diejenigen sein, die die Sicherheit vereinfachen, identitätsbezogene Risiken minimieren und Zero-Trust-Prinzipien über ihre Kundenportfolios hinweg skalieren.
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