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Managed Security Service Provider (MSSPs) agieren auf einer breiten, komplexen Angriffsoberfläche und verwalten gleichzeitig den privilegierten Zugriff auf mehrere Kundenumgebungen, während sie die Sicherheit ihrer eigenen Infrastruktur gewährleisten. Aufgrund dieser doppelten Verantwortung sind MSSPs wertvolle Ziele für Angreifer, die wissen, dass sie durch die Kompromittierung eines einzigen MSSP Zugriff auf alle vom Anbieter verwalteten Kundennetzwerke erhalten können. Daher müssen MSSPs verschiedene Sicherheitsmaßnahmen umsetzen, die die Bereiche Identity and Access Management (IAM), Endpunktsicherheit und Maßnahmen zur Vorfallreaktion abdecken.
Im Folgenden finden Sie eine strukturierte Checkliste zur Cybersicherheit für MSSPs, die ein überprüfbares Framework zur Gewährleistung einer sicheren und einheitlichen Zugriffsverwaltung in internen Systemen und Kundenumgebungen bietet.
1. Implementierung eines Zero-Trust-Sicherheitsmodells
Zero-Trust-Sicherheit funktioniert nach dem Prinzip, dass keinem Benutzer, keinem Gerät und keiner Sitzung implizit vertraut wird und jede Zugriffsanfrage unabhängig vom Standort überprüft werden muss. Für MSSPs gilt dieses Framework für alle Betriebsebenen, angefangen bei den internen Mitarbeitern mit Zugriff auf die Plattformen bis hin zu den Technikern für die Überwachung der Kundensysteme. Jeder Kontaktpunkt vergrößert die Angriffsoberfläche des Unternehmens, weshalb der Verzicht auf implizites Vertrauen für die Aufrechterhaltung eines hohen Sicherheitsniveaus unerlässlich ist. Das ist für MSSPs, die Multi-Tenant-Umgebungen absichern, von entscheidender Bedeutung, denn ohne Zero-Trust-Kontrollen können kompromittierte Zugangsdaten oder unbefugte Sitzungen das Risiko erhöhen. Daher trägt die Durchsetzung von Authentifizierungsmaßnahmen an jedem Zugriffspunkt zur Eindämmung dieses Risikos bei und gewährleistet eine ordnungsgemäße Isolierung der Kundenumgebungen voneinander.
2. Durchsetzung des Least-Privilege-Zugriffs in allen Kundenumgebungen
Least-Privilege-Zugriff bedeutet, dass jeder Benutzer, jedes System und jede Anwendung nur mit den Berechtigungen arbeitet, die zur Ausführung einer bestimmten Funktion erforderlich sind. Für MSSPs, bei denen Techniker regelmäßig zwischen verschiedenen Kundenumgebungen wechseln, ist die Kontrolle dieses Zugriffs für den Schutz vor internen und externen Risiken von großer Bedeutung. In der Praxis muss dieser Zugriff daher kundenspezifisch und vorübergehend sein. Beispielsweise darf ein Techniker, der mit der Wartung der Firewall eines Kunden beauftragt ist, keinen dauerhaften Zugriff auf die Umgebung eines anderen Kunden erhalten und dieser Zugriff sollte unmittelbar nach Abschluss der Aufgabe widerrufen werden.
3. Beseitigung der unsicheren Weitergabe von Zugangsdaten
Das Teilen von Passwörtern per E-Mail oder das Speichern in Tabellen ist eines der häufigsten und zugleich vermeidbaren Sicherheitsrisiken bei MSSPs. Zugangsdaten, die ohne angemessene Sicherheitskontrollen verarbeitet werden, sind anfällig für Abfangen und hinterlassen keine Prüfpfade. Für MSSPs, die Zugangsdaten in zahlreichen Kundenumgebungen verwalten, steigt das potenzielle Risiko dadurch deutlich an. Eine sichere, auf einem Tresor basierende Verwaltung von Zugangsdaten sollte diese Vorgehensweisen aus diesem Grund vollständig ersetzen. Dezidierte Passwortmanager dienen der zentralen Speicherung von Zugangsdaten, der Durchsetzung granularer Zugriffskontrollen und der detaillierten Protokollierung, wer wann auf welche Daten zugegriffen hat.
4. Zentrale Sicherung und Verwaltung von Zugangsdaten
Je mehr Kunden ein MSSP betreut, desto schneller steigt die Anzahl der zu verwaltenden Passwörter, Dienstkonten, API-Schlüssel und privilegierten Zugangsdaten. Ohne ein einheitliches System können diese Zugangsdaten über verschiedene Kundenumgebungen verteilt sein, sodass die Transparenz und Kontrolle eingeschränkt sind. Dank einer verschlüsselten, auf einem Tresor basierenden Plattform werden Zugangsdaten zentral verwaltet und sind nur entsprechend der jeweiligen Rolle des Technikers zugänglich. Zudem bietet sie überprüfbare Berechtigungen und Aktivitäten und vereinfacht gleichzeitig das Offboarding von Technikern sowie die regelmäßige Rotation von Zugangsdaten.
5. Schutz nicht-menschlicher Identitäten (NHIs)
Nicht-menschliche Identitäten (Non-Human Identities, NHIs) wie Dienstkonten, Token und KI-Agenten gehören zu den am häufigsten übersehenen Angriffsvektoren in MSSP-Umgebungen. Im Gegensatz zu Benutzerkonten von Menschen arbeiten NHIs in der Regel ohne Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und sammeln häufig Berechtigungen an, die über ihre ursprüngliche Funktion hinausgehen. Eine der häufigsten Sicherheitslücken ist die unkontrollierte Geheimnisverbreitung, bei der Geheimnisse direkt in Code, Skripten oder Konfigurationsdateien eingebettet sind, die teamübergreifend genutzt oder in Legacy-Systemen vergessen werden. Im MSSP-Kontext kann ein hartcodiertes Geheimnis in einem gemeinsam genutzten Repository mehrere Kunden gleichzeitig gefährden, da Automatisierungsskripte und Integrationen unter Umständen in verschiedenen Kundenumgebungen wiederverwendet werden. Ein zentraler Secrets Manager wie Keeper, der NHI-Zugangsdaten speichert und regelmäßig wechselt, trägt dazu bei, dass Geheimnisse niemals im Klartext gespeichert werden und stattdessen denselben Zugriffskontrollen wie menschliche Identitäten unterliegen.
6. Verwendung des JIT-Zugriffs für privilegierte Konten
Der JIT-Zugriff (Just-in-Time) gewährt erweiterte Berechtigungen nur dann, wenn sie für eine bestimmte Aufgabe erforderlich sind, und entzieht den Zugriff automatisch, sobald die Aufgabe abgeschlossen ist. Anstatt einen dauerhaften Zugriff auf unbestimmte Zeit aufrechtzuerhalten, stellt der JIT-Zugriff sicher, dass erweiterte Berechtigungen nur so lange bestehen, wie sie benötigt werden. Für MSSPs bedeutet der dauerhafte Zugriff auf die Infrastruktur der Kunden eine Gefahr für jede Kundenumgebung. Sind die Zugangsdaten eines Technikers mit dauerhaftem Zugriff auf die Systeme eines Kunden kompromittiert, steht dieser Zugriff einem Angreifer sofort zur Verfügung. Dank JIT-Zugriff entfällt dieses Zeitfenster nun, da jede privilegierte Sitzung bedarfsgerecht bereitgestellt wird, auf bestimmte Systeme ausgerichtet ist und automatisch abläuft.
7. Überwachung und Aufzeichnung aller Sitzungen
Die Verwaltung privilegierter Sitzungen bietet Transparenz in Echtzeit über jede privilegierte Sitzung, verfolgt die Aktivitäten unmittelbar und erstellt eine vollständige, mit Zeitstempeln versehene Aufzeichnung für Audit-Zwecke. In einer Multi-Client-Umgebung, in der mehrere Techniker während verschiedener Sitzungen und Zeiträume auf dieselbe Umgebung zugreifen können, macht vollständige Transparenz die Rechenschaftspflicht durchsetzbar. Das Erkennen verdächtigen Verhaltens in Echtzeit ist genauso wichtig wie die Aufzeichnung der Ereignisse im Nachhinein. Eine Sitzung, die von den erwarteten Aktivitäten abweicht, einschließlich des Zugriffs auf Systeme außerhalb des festgelegten Bereichs oder der Ausführung ungewöhnlicher Befehle, kann markiert und beendet werden, bevor die Aktivität eskaliert. Dank der Sitzungsüberwachung in Echtzeit lassen sich alle während einer privilegierten Sitzung durchgeführten Aktionen nachverfolgen und zuordnen – sowohl intern als auch gegenüber Kunden, die Transparenz erwarten.
8. Sicherung aller Endpunkte in allen Kundenumgebungen
Jeder Endpunkt in jeder Kundenumgebung stellt einen potenziellen Angriffspunkt dar, wobei in mandantenfähigen Umgebungen bereits ein einziges falsch konfiguriertes oder nicht verwaltetes Gerät im Kundennetzwerk das Risiko über die Grenzen des Unternehmens hinaus ausweiten kann. Die konsequente Durchsetzung gerätebasierter Kontrollen und Sicherheitsrichtlinien auf allen verwalteten Endpunkten schließt diese Angriffsfläche im großen Maßstab. Die Durchsetzung der Konfiguration stellt sicher, dass Endpunkte in jeder Kundenumgebung eine festgelegte Sicherheitsbasis einhalten, einschließlich Verschlüsselungsstandards, Anwendungskontrollen und Patch-Levels. Durch eine ordnungsgemäße Verwaltung der Endpunktberechtigungen können MSSPs den Least-Privilege-Zugriff auf Endpunkten durchsetzen, wobei sie bei berechtigter Notwendigkeit bestimmten Anwendungen oder Prozessen höhere Berechtigungen zuweisen und gleichzeitig nicht mehr benötigte Administratorrechte entfernen.
9. Aufrechterhaltung vollständiger Transparenz und Prüfpfade
In einer Umgebung mit mehreren Kunden ist es von entscheidender Bedeutung zu wissen, wer wann auf welche Daten zugegriffen hat. Umfassende Audit-Protokolle konsolidieren diese Transparenz in einem einzigen Datensatz, wobei jede Anmeldung und jede Berechtigungsänderung über alle verwalteten Umgebungen hinweg einem bestimmten Benutzer und Zeitstempel zugeordnet wird. Bei der Reaktion auf Vorfälle reduzieren Audit-Protokolle die Zeit zwischen der Erkennung und Eindämmung einer Bedrohung. Anstatt manuell eine Zeitleiste aus fragmentierten Protokollen zusammenzustellen, erhalten Einsatzkräfte sofort einen genauen Überblick über das Geschehene. Im Hinblick auf die Compliance belegen Audit-Protokolle die Zugriffskontrollen, die Aufgabentrennung und die Integrität privilegierter Aktivitäten, wie sie von Frameworks wie CMMC, DSGVO, SOC 2 und HIPAA gefordert werden. MSSPs, die regulierte Branchen betreuen, müssen die Berichts- und Sicherheitskontrollen bereitstellen, die ihre Kunden für die Audit-Bereitschaft benötigen.
So unterstützt Keeper® MSSPs bei der Stärkung der Sicherheit
Die einheitliche Identitäts- und Sicherheitsplattform von Keeper wurde für die besonderen Herausforderungen entwickelt, mit denen MSSPs bei der Verwaltung von privilegierten Zugriffen, Zugangsdaten und Identitäten in den Umgebungen ihrer Kunden in großem Maßstab konfrontiert sind.
Zero-Knowledge-Architektur zur Unterstützung der Multi-Tenant-Sicherheit
Eine der größten Bedrohungen in Multi-Tenant-Umgebungen ist das Risiko einer kundenübergreifenden Kompromittierung. Die Zero-Knowledge-Architektur von Keeper stellt daher sicher, dass Daten auf Geräteebene ver- und entschlüsselt werden, sodass nicht einmal Keeper selbst auf die gespeicherten Daten zugreifen kann. Außerdem bietet Keeper eine zentralisierte Admin-Konsole, die eine strikte Mandantenisolierung gewährleistet, sodass keinerlei Daten oder Zugriffsrechte zwischen den Kundenumgebungen übertragen werden können. Mit Keeper bleibt jeder Mandant vollständig isoliert, wodurch das Risiko einer lateralen Bewegung, die MSSPs zu wertvollen Zielen für Angreifer macht, ausgeschlossen wird.
Passwortverwaltung für die sichere Speicherung von Zugangsdaten
Der verschlüsselte Tresor von Keeper bietet eine Zero-Knowledge-Umgebung für die Speicherung und Verwaltung von Zugangsdaten und stellt sicher, dass Passwörter niemals im Klartext offengelegt werden. Mit der sicheren Freigabe können Teams Zugangsdatenzugriffe gewähren, ohne das zugrunde liegende Passwort jemals offenzulegen, wodurch der Zugriff kontrolliert und widerrufbar ist. Für Situationen, die eine Weitergabe von Zugangsdaten an Kunden oder Drittanbieter erfordern, stellt die einmalige Freigabe die Zugangsdaten über einen zeitlich begrenzten, verschlüsselten Link bereit, der nach einmaliger Verwendung abläuft. Durch diese sichere, vorübergehende Weitergabe wird das Risiko vermieden, dass Zugangsdaten in E-Mails verbleiben oder an den falschen Empfänger gesendet werden, wodurch sowohl interne als auch externe Sicherheitsrisiken verringert werden.
PAM für JIT-Zugriff und Sitzungsverwaltung
KeeperPAM® setzt rollenbasierte Zugriffskontrollen (RBAC) durch, die gewährleisten, dass Techniker nur mit den Berechtigungen arbeiten, die für ihre Rollen und Aufgaben erforderlich sind, wobei der Zugriff pro Kunde begrenzt und nach der Verwendung automatisch widerrufen wird. Durch die JIT-Bereitstellung werden dauerhafte Berechtigungen in der gesamten Kundeninfrastruktur beseitigt, wodurch das Zeitfenster für einen dauerhaften Zugriff, der Schaden anrichten könnte, eingeschränkt wird. KeeperAI® bietet eine Bedrohungserkennung in Echtzeit, markiert verdächtiges Verhalten und erstellt für jede Sitzung einen lückenlosen Prüfpfad, damit MSSPs die für die Compliance erforderliche kundenübergreifende Transparenz und Rechenschaftspflicht erhalten.
Geheimnisverwaltung zum Schutz von NHIs
Keeper Secrets Manager bietet eine sichere, zentralisierte Speicherung für NHIs wie API-Schlüssel, Dienstkonten, Token und Zugangsdaten für Maschinen, und macht damit die Hartcodierung von Geheimnissen in Skripte oder Konfigurationsdateien überflüssig. Durch eine zentralisierte Verwaltungsebene mit umfassenden Zugriffskontrollen und integrierten Rotationsfunktionen wird die Geheimnisverbreitung über Kundenumgebungen hinweg eingedämmt. Native Integrationen in DevOps-Workflows und CI/CD-Pipelines gewährleisten, dass der NHI-Schutz für die Teams keine Hindernisse darstellt und gleichzeitig dieselben Sicherheitsstandards wie bei Menschen gewahrt bleiben.
Verwaltung von Endpunktberechtigungen zur Durchsetzung des Least-Privilege-Prinzips
Der Keeper Endpoint Privilege Manager (EPM) entfernt dauerhafte lokale Administratorrechte auf allen verwalteten Endpunkten und setzt den Least-Privilege-Zugriff auf Geräteebene durch. Dies verhindert die Rechteerweiterung, auf die Angreifer angewiesen sind, um sich nach dem Eindringen in eine Umgebung lateral zu bewegen. Durch die Erweiterung auf Anwendungsebene können bestimmte Prozesse bei betrieblicher Notwendigkeit mit erweiterten Berechtigungen ausgeführt werden, ohne dass ein pauschaler Administratorzugriff gewährt wird, der weit über den beabsichtigten Anwendungsfall hinausgeht. KeeperEPM erweitert die Governance zudem auf agentische KI und kontrolliert, wer Agenten auf einem Endpunkt ausführen darf, welche Aufgaben diese Agenten im Namen eines Benutzers übernehmen dürfen und wie Agenten eine Erweiterung ihrer Administratorrechte beantragen können. In einem umfangreichen Kundenportfolio bildet EPM eine einheitliche Governance-Ebene sowohl für menschliche als auch für maschinelle Identitäten, ohne dass für jede Organisation eine individuelle Konfiguration erforderlich ist.
Verbesserung der MSSP-Sicherheit mit Keeper
Die Zugriffskontrolle ist eines der wichtigsten und zugleich am häufigsten ausgenutzten Sicherheitsprobleme, mit denen MSSPs konfrontiert sind. Da MSSPs mit privilegierten Zugriffsrechten in den Umgebungen ihrer Kunden betraut sind, benötigen sie strukturierte, einheitliche und konsequent durchgesetzte Sicherheitskontrollen. Diese Checkliste dient MSSPs als praktischer Leitfaden zur Bewertung der Wirksamkeit bestehender Kontrollen und zur Ermittlung potenzieller Lücken bei der Durchsetzung des Least-Privilege-Prinzips, beim NHI-Schutz und bei der Endpunktsicherheit. Mit KeeperMSP können MSSPs diese Best Practices von einer zentralen Konsole aus in jeder Kundenumgebung umsetzen, ohne die für jeden Mandanten erforderliche Isolation und Rechenschaftspflicht zu gefährden.
Starten Sie Ihre kostenlose Testversion von KeeperPAM für MSPs, um zu erfahren, wie die einheitliche Plattform von Keeper den gesamten Umfang der Sicherheitsanforderungen von MSSPs unterstützt.