Mit der Slack-Workflow-Integration von Keeper können Benutzer den sicheren Zugriff auf Zugangsdaten, Datensätze und erweiterte Berechtigungen direkt in Slack beantragen und genehmigen, ohne die Tools zu
Eine Internet Protocol (IP)-Adresse ist eine eindeutige Ziffernfolge, die Ihr Gerät im Internet oder dem Netzwerk, mit dem es verbunden ist, identifiziert. IP ist ein Satz von Regeln, die festlegen, wie Daten formatiert werden, wenn sie über das Internet oder ein lokales Netzwerk gesendet werden. So ermöglicht eine IP-Adresse die Übertragung von Daten in einem Netzwerk und unterscheidet zwischen verschiedenen Geräten im Internet.
Eine IP-Adresse wird in der Regel als ein Satz von vier Zahlen im Bereich von 0 bis 255 angezeigt, die durch Punkte getrennt sind. Eine IP-Adresse kann beispielsweise wie folgt aussehen: 123.45.67.8 oder 12.34.56.78. Zwar mögen IP-Adressen zufällig erscheinen, doch berechnet die Internet Assigned Numbers Authority (IANA) sie mathematisch und verteilt sie in großen Blöcken an Regional Internet Registries (RIRs).
Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie IP-Adressen funktionieren, welche Arten es gibt, wie Sie Ihre IP-Adresse finden können und was eine Person, die böswillige Absichten hat, damit anfangen kann.
Wie IP-Adressen funktionieren
IP stützt sich auf Richtlinien, um Daten von Ihrem Gerät an ein anderes mit dem Internet verbundenes Gerät zu übertragen. Jedes Gerät, das mit einem Netzwerk verbunden ist, sendet IP-basierte Daten, sodass Geräte miteinander kommunizieren können und Sie Ihre Aufgaben erledigen können. Hier ist eine Aufschlüsselung der Funktionsweise von IP-Adressen:
- Ihr Gerät stellt eine Verbindung zum Internet her, indem es sich zunächst mit einem
Netzwerk verbindet, das bereits über Internetzugang verfügt. Das ähnelt dem Betreten
eines privaten Raums: Sie müssen einen Code eingeben (Verbindung zum Netzwerk) und
dann die Tür öffnen (Zugriff auf das Internet). - Ihr Internetdienstanbieter (ISP) weist Ihrem Gerät eine IP-Adresse zu, wenn Sie zu
Hause sind. Bei der Arbeit wird Ihre IP-Adresse vom Netzwerk Ihres Arbeitgebers
zugewiesen. - Alle Internetaktivitäten auf Ihrem Gerät laufen über Ihren ISP, und Ihre Aktivitäten
werden über Ihre IP-Adresse an Sie zurückgeleitet.
Sie sollten wissen, dass sich Ihre IP-Adresse ändern kann, z. B. wenn Sie Ihren Router oder Ihr Modem zurücksetzen. Ein weiteres Szenario, in dem sich Ihre IP-Adresse ändern kann, ist, falls Sie unterwegs sind. Wenn Sie Ihr Haus verlassen, nehmen Sie Ihre IP-Adresse nicht mit, da diese mit dem Netzwerk, in dem Ihr Gerät eingesetzt wird, verknüpft ist. Wenn Sie Ihren Computer auf eine Reise mitnehmen und ihn mit dem WLAN-Netzwerk Ihres Hotels verbinden, wird eine andere IP-Adresse erzeugt, die Ihnen vom ISP des Hotels zugewiesen wird.
Die vier Arten von IP-Adressen
Es gibt vier Hauptarten von IP-Adressen: private, öffentliche, statische und dynamische Adressen.
Privat
Eine private IP-Adresse wird in einem Netzwerk für alle Geräte verwendet, die eine Verbindung zum Netzwerk herstellen, einschließlich Laptops, Smartphones, Tablets, Smart TVs, Bluetooth-Lautsprechern und anderen Geräten im Internet der Dinge (IoT). Wenn man bedenkt, wie viele dieser Geräte Sie zu Hause nutzen, ist leicht zu verstehen, dass es für Ihr Internetnetzwerk verwirrend wäre, zwischen allen von ihnen zu unterscheiden. Aus dem Grund generiert Ihr Router private IP-Adressen für jedes einzelne Gerät und identifiziert sie eindeutig als separate Einheiten.
Öffentlich
Eine öffentliche IP-Adresse ist Ihrem Netzwerk als Ganzes zugeordnet und nicht der individuellen privaten IP-Adresse einzelner Geräte. Während jedes Ihrer Geräte eine eigene private IP-Adresse hat, fallen diese privaten Adressen unter die öffentliche IP-Adresse Ihres Netzwerks, da sie mit demselben Netzwerk verbunden sind. Eine öffentliche IP-Adresse wird Ihrem Router von Ihrem ISP zugewiesen, der Adressen aus einer großen Sammlung von IP-Adressen generiert und verteilt. Geräte außerhalb Ihres Netzwerks erkennen Ihre öffentliche IP-Adresse, um Ihr Netzwerk von anderen zu unterscheiden. Es gibt zwei Arten von öffentlichen IP-Adressen: statische und dynamische.
Statisch
Statische IP-Adressen bleiben gleich, was sie für Unternehmen nützlich macht, die ihren eigenen Server hosten, da statische IP-Adressen die Konsistenz erhöhen. Wenn Sie beispielsweise ein kleines Unternehmen besitzen und möchten, dass Ihre Website und E-Mail-Adressen online leicht zu finden sind, sollten Sie eine statische IP-Adresse haben.
Dynamisch
Dynamische IP-Adressen ändern sich immer wieder, was ISPs dabei hilft, Kosten zu senken. Manchmal weisen ISPs Kunden automatisch neue IP-Adressen zu und recyceln ältere Adressen. Da dynamische IP-Adressen automatisch zugewiesen werden, müssen ISPs Ihre vorhandene IP-Adresse nicht mit einem neuen Zuhause verknüpfen, wenn Sie im gleichen Land umziehen. Dynamische IP-Adressen erhöhen zudem die Sicherheit, da häufig wechselnde Adressen für Cyberkriminelle viel schwieriger zu finden und zu hacken sind.
Wo finde ich meine IP-Adresse?
Je nach Situation brauchst du entweder deine private oder deine öffentliche IP-Adresse.
Die private IP-Adresse ist wichtig, wenn du ein Gerät in deinem eigenen Netzwerk einrichtest oder Probleme mit WLAN hast.
Die öffentliche IP-Adresse brauchst du vor allem, wenn du wissen möchtest, wie dein Netzwerk im Internet erscheint.
Websites können damit deinen ungefähren Standort, deinen Internetanbieter (ISP) und deine Verbindung erkennen.
Deine öffentliche IP-Adresse kannst du ganz einfach über eine spezielle Website herausfinden, zum Beispiel www.whatismyipaddress.com.
Diese Website zeigt dir auch an, ob du eine IPv4- oder IPv6-Adresse verwendest.
IP-Adresse unter Windows finden
1. Klicke auf das Windows-Symbol (Start).
2. Tippe „Eingabeaufforderung“ ein und öffne sie.
3. Tippe ipconfig ein und drücke Enter.
4. Suche „IPv4-Adresse“. Das ist deine lokale IP-Adresse.
Lokale IP-Adresse auf einem Mac finden
Hinweis: Diese Schritte gelten für moderne macOS-Versionen wie Ventura, Sonoma oder neuer.
Bei älteren macOS-Versionen können die Menünamen leicht anders heißen.
1. Klicke oben links auf das Apple-Menü ().
2. Klicke auf „Systemeinstellungen“.
3. Klicke auf „Netzwerk“.
4. Wähle „WLAN“ (oder „Ethernet“).
5. Klicke auf „Details …“ (oder „Weitere Details …“).
6. Unter „TCP/IP“ siehst du deine IP-Adresse.
IP-Adresse auf dem Mac über das Terminal anzeige
1. Öffne „Terminal“ (Cmd + Leertaste, dann „Terminal“ eingeben).
2. Tippe ifconfig ein und drücke Enter.
3. Suche „inet“. Die Zahl daneben ist deine lokale IP-Adresse.
Lokale IP-Adresse auf dem iPhone finden
1. Öffne „Einstellungen“.
2. Tippe auf „WLAN“.
3. Tippe auf das „i“ neben deinem WLAN-Namen.
4. Bei „IP-Adresse“ siehst du deine lokale IP-Adresse.
Lokale IP-Adresse auf Android finden
1. Öffne „Einstellungen“.
2. Tippe auf „WLAN“ oder „Netzwerk & Internet“.
3. Tippe auf dein verbundenes WLAN.
4. Suche „IP-Adresse“. Dort steht deine lokale IP-Adresse.
IPv4 vs. IPv6: Was ist der Unterschied?
Sobald Sie Ihre IP-Adresse gefunden haben, werden Sie wahrscheinlich zwei Versionen sehen: eine IPv4- und eine IPv6-Adresse. Eine IPv4-Adresse (Internet Protocol Version 4) ist das, was wir bereits beschrieben haben: ein Satz von vier Zahlen im Bereich von 0 bis 255, getrennt durch Punkte. Ein Beispiel für eine IPv4-Adresse könnte wie folgt aussehen: 147.26.48.5.
Im Gegensatz dazu ist eine IPv6-Adresse (Internet Protocol Version 6) eine neuere Version von IP, die aus einem Satz von acht hexadezimalen Zahlen besteht, getrennt durch Doppelpunkte. Das bedeutet, dass IPv6 eine Basis von 16 anstelle von 10 Stellen hat und die ersten sechs Buchstaben des Alphabets (A bis F) enthält. Ein Beispiel für eine IPv6-Adresse könnte wie folgt aussehen: 23a1:004b:1435:c324:010d:5213:4e21:1f52.
Der Hauptunterschied zwischen IPv4 und IPv6 ist die Größe des Adressraums. Da IPv4 weniger Zeichen umfasst, gibt es nur 4,3 Milliarden mögliche IP-Adressen. Bei IPv6 hingegen gibt es 340.282.366.920.938.000.000.000.000.000.000.000.000 mögliche IP-Adressen. Eine Verwendung von IPv6-Adressen ist vorteilhaft, da sie aufgrund ihres längeren Formats sicherer sind. Der Großteil des Internets funktioniert jedoch immer noch mit IPv4, da dieses Format schon länger verfügbar ist.

Was kann man mit Ihrer IP-Adresse anfangen?
Mit Ihrer IP-Adresse können Cyberkriminelle viele Dinge tun, z. B. Ihren Standort verfolgen, Spam versenden, Cyberangriffe starten, sich online als Sie ausgeben oder Ihre IP-Adresse im Darknet verkaufen.
Ihren genauen Standort herausfinden
Ihre IP-Adresse kann Cyberkriminellen helfen, das Land, die Stadt oder die Postleitzahl in Erfahrung zu bringen, in dem bzw. der Sie leben. Zwar gibt Ihre IP-Adresse allein nicht Ihren genauen Standort preis, doch können Cyberkriminelle die enthaltenen Informationen nutzen, um weiter zu Ihren privaten Daten zu recherchieren. Wenn Cyberkriminelle beispielsweise Ihren Namen kennen und Ihre IP-Adresse verwenden, um herauszufinden, dass Sie in einer kleinen Stadt im Saarland leben, können sie ihre Suche eingrenzen. In einem kleineren geografischen Gebiet wird es für sie einfacher, mehr Informationen über Sie zu finden, z. B. Ihre Konten in sozialen Medien oder Details auf Websites zur Personensuche. Das Verfolgen Ihres Standorts über die IP-Adresse ist gefährlich, da Cyberkriminelle so in Ihre E-Mails eingreifen, Sie stalken oder auch Ihre Identität stehlen können.
Ihnen Spam senden
Wenn Werbetreibende Ihre IP-Adresse finden, können sie Sie mit einem Strom von Spam und Phishing-Scams ansprechen, um Ihr Vertrauen zu gewinnen, damit Sie sensible Daten preisgeben. Zwar ist Ihre IP-Adresse nicht direkt mit personenbezogenen Daten (PII) verknüpft, doch können Cyberkriminelle Ihre IP-Adresse nutzen, um Ihren ISP davon zu überzeugen, dass sie Sie sind, was Betrug und Identitätsdiebstahl ermöglicht. Außerdem können Sie Cyberkriminelle per Phishing-E-Mails kontaktieren, um Sie dazu zu bringen, Geld zu senden oder andere personenbezogene Daten preiszugeben. Solche Phishing-E-Mails enthalten in der Regel dringend oder bedrohlich klingende Formulierungen, Rechtschreib- und Grammatikfehler, Anfragen nach persönlichen Daten und verdächtige Links oder Anhänge. Wenn Sie eine solche E-Mail erhalten, sollten Sie nicht damit interagieren – sie stammt wahrscheinlich von Cyberkriminellen, die versuchen, sich in Ihr Gerät zu hacken.
Einen Distributed Denial-of-Service (DDoS)-Angriff starten
Cyberkriminelle können den Datenverkehr Ihres Servers durch einen Distributed Denial-of-Service (DDoS)-Angriff stören. Das ist der Fall, wenn sie Ihren Server mit einer plötzlichen Welle von Datenverkehr überlasten, was zu einem Absturz oder Herunterfahren des Servers führt. Ihre IP-Adresse reicht aus, damit Cyberkriminelle einen solchen Angriff starten und Ihren Server mit betrügerischem Datenverkehr überschwemmen können, um Schaden anzurichten. Sie zielen auf Ihr Gerät mit Ihrer IP-Adresse ab und nutzen eine große Zahl von Bots, um Anfragen zu senden und Ihren Server zu überlasten.
Sich online als Sie ausgeben
Jemand, der Rache nehmen oder Unruhe stiften möchte, könnte sich online allein mit Ihrer IP-Adresse als Sie ausgeben, was je nach dem Verhalten schwerwiegende Folgen haben kann. Cyberkriminelle könnten Ihre IP-Adresse nutzen, um Ihre Identität vorzutäuschen, während sie illegalen Aktivitäten nachgehen (z. B. Kauf illegaler Drogen im Darknet, Fingieren falscher Bedrohungen für die nationale Sicherheit oder Herunterladen unangemessener Inhalte).
Ihre IP-Adresse im Darknet verkaufen
Cyberkriminelle haben möglicherweise mehr Interesse daran, Ihre IP-Adresse zu verkaufen, als sie selbst zu verwenden, da andere Cyberkriminelle unter Umständen viel Geld dafür bezahlen. Die meisten IP-Adressen werden im Darknet verkauft, einem Bereich des Internets, in dem Cyberkriminelle anonym bleiben und Cyberverbrechen begehen können. Ihre IP-Adresse könnte von Cyberkriminellen gekauft werden, um Betrug oder Identitätsdiebstahl zu begehen, oder genutzt werden, um weitere personenbezogene Daten von Ihnen zu erhalten und Ihre Online-Konten zu kompromittieren.
Schützen Sie Ihre IP-Adresse vor Gefahren
Ihre IP-Adresse kann genutzt werden, um Ihren Ruf, Ihre Privatsphäre und Ihre Identität zu beschädigen. Hier sind Möglichkeiten, um zu verhindern, dass Ihre IP-Adresse in die falschen Hände gerät:
- Verwenden Sie ein Virtual Private Network (VPN), um Ihre Internetverbindung zu verschlüsseln und Ihre Online-Aktivitäten privat zu halten. Alle Websites, die Sie besuchen, während Sie mit einem VPN verbunden sind, können Ihre IP-Adresse nicht ermitteln, sodass sich Ihr Standort und Ihre Online Aktivitäten nicht mehr verfolgen lassen.
- Setzen Sie Ihr Modem regelmäßig zurück, da sich bei jedem Zurücksetzen Ihre IP-Adresse ändert, was das Risiko einer Offenlegung verringert.
- Verwenden Sie zum Schutz Ihrer Privatsphäre eine dynamische IP-Adresse, da sich diese
automatisch und häufig ändert. - Gestalten Sie Ihre Datenschutzeinstellungen in Messaging-Apps wie WhatsApp oder Facebook Messenger strenger und setzen Sie Ihre Profile auf privat, um Ihre IP-Adresse besser zu schützen.