KI-Governance reduziert das Sicherheitsrisiko, indem sie den Least-Privilege-Zugriff durchsetzt, die von KI-Systemen verarbeiteten Daten und Zugangsdaten schützt und jede KI-Aktion überprüfbar macht. Dies ist wichtig, da
Wichtige Erkenntnisse
- Identitätsdiebstahl im Internet entsteht, wenn Cyberkriminelle persönliche Daten oder Anmeldedaten stehlen und diese verwenden, um sich als das Opfer auszugeben oder Betrug zu begehen.
- Datenlecks, Phishing, Malware, kompromittierte Online-Konten und öffentlich verfügbare persönliche Informationen können Online-Identitätsdiebstahl ermöglichen.
- Unbekannte Kontoaktivitäten, verdächtige Transaktionen oder Probleme beim Zugriff auf Ihre Konten können Warnzeichen für Identitätsdiebstahl sein.
- Wenn Ihre Identität gestohlen wurde, sollten Sie betroffene Konten absichern, verdächtige Aktivitäten melden, Ihre Geräte überprüfen und schnell auf möglichen finanziellen Missbrauch reagieren.
Identitätsdiebstahl im Internet erfolgt, wenn durch Datenlecks, Hacking oder Phishing personenbezogene Daten (PII) kompromittiert und anschließend von Cyberkriminellen missbraucht werden. Sobald Anmeldedaten, Kontaktinformationen oder Finanzdaten in die falschen Hände geraten, können Kriminelle damit auf Konten zugreifen, sich als das Opfer ausgeben oder in dessen Namen Betrug begehen.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie Identitätsdiebstahl im Internet geschieht, welche Warnzeichen darauf hindeuten können, was Sie im Ernstfall tun sollten und wie Sie das Risiko eines Online-Identitätsdiebstahls reduzieren können.
Wie Identitätsdiebstahl im Internet geschieht
Cyberkriminelle können auf verschiedene Weise an personenbezogene Daten gelangen und diese anschließend nutzen, um sich als ihre Opfer auszugeben oder sich Zugriff auf deren Konten zu verschaffen. Wenn Ihre personenbezogenen Daten bereits missbraucht wurden, erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Thema was tun bei Identitätsdiebstahl, welche Schritte Sie sofort unternehmen sollten.
Identitätsdiebstahl im Internet kann jeden betreffen, dessen personenbezogene Daten oder Online-Konten kompromittiert werden. Der Cybersicherheitsmonitor (CyMon) 2026 des BSI ergab, dass 10 % der Befragten, die in den vergangenen zwölf Monaten von Cyberkriminalität betroffen waren, Identitätsdiebstahl erlebt hatten. Wenn Sie verstehen, wie Cyberkriminelle personenbezogene Daten erlangen und missbrauchen, können Sie die Risiken besser erkennen und Maßnahmen ergreifen, um sich zu schützen. Die folgenden Schritte zeigen, wie Identitätsdiebstahl im Internet ablaufen kann:
1. Offenlegung von personenbezogenen Daten
Identitätsdiebstahl beruht darauf, dass ein Dieb mithilfe Ihrer personenbezogenen Daten (PII) vorgibt, Sie zu sein. Dazu können Ihre Sozialversicherungsnummer, Kreditkartendaten, Ausweisnummern, Ihr Geburtstag oder der Mädchenname Ihrer Mutter gehören – alle Daten, die Institutionen ggf. zur Überprüfung Ihrer Identität verwenden.
Zwar können Daten auch durch persönliche Methoden wie den Diebstahl einer Brieftasche gestohlen werden, doch ist der Vorgang im Internet deutlich bequemer. Die meisten Identitätsdiebstähle geschehen online.
Zu den Möglichkeiten, wie PII im Internet gestohlen werden können, gehören:
- Bei Datenlecks werden sensible Daten offengelegt, einschließlich Anmeldeinformationen für Konten oder Sozialversicherungsnummern. So werden Daten besonders häufig offengelegt, da Datenlecks in Unternehmen mit großen Mengen an Mitarbeiter- und Kundendaten keine Seltenheit sind.
- Phishing: Phishing (und das SMS-Pendant namens Smishing) ist eine Methode zum Diebstahl sensibler Daten, bei der Cyberkriminelle per E-Mail vorgeben, eine vertrauenswürdige Institution zu sein, und Anmeldeinformationen oder andere Daten anfordern. Dies kann Opfer dazu verleiten, personenbezogene Daten direkt an Cyberkriminelle weiterzugeben.
- Malware Infektionen können personenbezogene Daten von Opfern erfassen, beispielsweise durch Keylogging. Dabei werden alle Tastatureingaben des Opfers aufgezeichnet und an den Eigentümer der Malware gesendet.
- Man-in-the-Middle-Angriffe fangen Daten während der Übertragung ab.
- Methoden zum Knacken von Passwörtern können Cyberkriminellen helfen, Ihre Anmeldeinformationen zu finden und auf sensible Konten zuzugreifen, die möglicherweise PII enthalten.
- Social-Media-Konten mit persönlichen Details über das Leben des Benutzers können unabsichtlich Daten preisgeben, die einem Cyberkriminellen helfen, die Identität des Benutzers zu stehlen.
- Ungesicherte Netzwerke können Cyberkriminellen Zugriff auf Computer mit sensiblen Daten verschaffen. Ein öffentliches WLAN-Netzwerk ohne Passwortschutz zum Beispiel macht es Hackern einfach, Daten abzufangen, da auch sie Zugriff auf das Netzwerk haben.
Cyberkriminelle, die Identitätsdiebstahl begehen, können personenbezogene Daten selbst stehlen oder im Darknet von anderen Cyberkriminellen kaufen.
2. Der Cyberkriminelle nimmt eine Person ins Visier
Sobald ein Cyberkrimineller verschiedene PII gesammelt hat, wählt er eine Person aus, die er ins Visier nehmen möchte. Er wählt Opfer ggf. anhand der Anzahl der Daten, die er finden kann, oder der Sicherheit des Online-Profils des Opfers aus. Cyberkriminelle bevorzugen leichte Ziele. Personen, die ihre Konten nicht richtig schützen und in ihrem digitalen Fußabdruck zu viel preisgeben, lassen sich leichter hacken, sodass sie eher ins Ziel von Cyberkriminellen geraten.
Sobald ein Opfer ausgewählt wurde, sammelt der Cyberkriminelle ggf. weitere Daten über die Person, um den Identitätsdiebstahl zu erleichtern. Beispielsweise könnte der Cyberkriminelle bei einem Adressänderungsbetrug die wenigen gefundenen personenbezogenen Daten nutzen, um die Post des Opfers an die eigene Adresse weiterzuleiten. So kann er sich noch mehr Informationen über Bankkonten, Anlagekonten und andere PII verschaffen.
3. Der Cyberkriminelle nutzt die gestohlenen PII für Aktivitäten mit geringem Risiko, um sich als Opfer auszugeben
Wahrscheinlich wird der Cyberkriminelle mit risikoarmen Aktivitäten beginnen. Zum Beispiel könnte er die Kreditkarte des Opfers mit einer kleinen Gebühr belasten oder eine Bonitätsprüfung für das Opfer durchführen. Der Zweck besteht darin, die erhaltenen PII zu „testen“, um zu sehen, ob sie gültig sind und verwendet werden können.
4. Der Cyberkriminelle nutzt die PII, um schwereren Identitätsdiebstahl zu begehen
Anschließend begeht der Cyberkriminelle schweren Betrug, zum Beispiel durch Käufe mit der Kreditkarte des Opfers im Wert von Tausenden von Euros, die Übernahme von Bankkonten oder die Belastung der Krankenversicherung des Opfers mit medizinischen Leistungen.
Wie bemerkt man online Identitätsdiebstahl?
Zu den Warnzeichen, dass Sie möglicherweise Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden sind, gehören:
- Sie bemerken Konten, die Sie nicht eröffnet haben, oder eine ungewöhnliche Abnahme Ihrer Kreditwürdigkeit bzw. Bonitätsprüfungen, die Sie in Ihrer Kreditauskunft nicht initiiert haben. Prüfen Sie unbedingt regelmäßig Ihre Kreditwürdigkeit und lesen Sie den Bericht durch, um Auffälligkeiten zu erkennen.
- Ungewöhnliche Transaktionen in Ihrem Bankkonto oder Ihrer Kreditkarte. Prüfen Sie Ihre Konten regelmäßig und sehen sich die letzten Transaktionen an, um verdächtige Vorgänge zu erkennen. Richten Sie Transaktionsbenachrichtigungen ein, damit Sie jedes Mal informiert werden, wenn in Ihren Konten eine Transaktion erfolgt.
- Sie erhalten keine Post mehr. Wenn Sie merken, dass Sie weniger Post als gewöhnlich erhalten, kann das ein Zeichen dafür sein, dass ein Krimineller Ihre Post an sich weiterleitet. Holen Sie Ihre Post regelmäßig aus dem Briefkasten, damit Sie bemerken, wenn etwas fehlt.
- Ihre Anmeldeinformationen sind im Darknet zu finden. Um herauszufinden, ob Ihre Anmeldeinformationen im Darknet aufgetaucht sind, können Sie sich für ein Dark-Web-Monitoring-Tool wie BreachWatch® anmelden, das Ihnen Darknet-Warnungen sendet.
- Anrufe von Inkassobüros zu Schulden, die Sie nicht aufgenommen haben. Holen Sie vom Inkassobüro, dem Sie angeblich Geld schulden, genauere Informationen ein, damit Sie Schulden, die von einem Dieb aufgenommen wurden, erkennen können.
- Verweigerung von Kreditanträgen. Wenn Sie versuchen, eine Hypothek aufzunehmen, und unerwarteterweise abgelehnt werden, sollten Sie möglicherweise nachforschen, ob jemand Ihre Identität gestohlen hat.
- Unerwartete Arztrechnungen, maximal in Anspruch genommene Leistungen oder merkwürdige Daten in Ihren medizinischen Akten. Prüfen Sie Ihre Arztrechnungen und medizinischen Akten, um zu erkennen, wenn etwas Seltsames passiert.
- Sie haben Probleme, sich bei einem Konto anzumelden, selbst nach dem Zurücksetzen des Passworts. Dies könnte auf eine Kontoübernahme hindeuten.
Arten von Identitätsdiebstahl
Identitätsdiebstahl kann in verschiedenen Formen auftreten. Dazu gehören beispielsweise finanzieller Identitätsdiebstahl, bei dem gestohlene Daten für Einkäufe oder andere finanzielle Aktivitäten verwendet werden, und Kontoübernahmen, bei denen sich Kriminelle mithilfe gestohlener personenbezogener Daten Zugang zu den Konten einer anderen Person verschaffen. Weitere Informationen zu den verschiedenen Arten von Identitätsdiebstahl finden Sie in unserem Ratgeber zu Beispielen für Identitätsdiebstahl.
Was tun bei Identitätsdiebstahl im Internet?
Wenn Sie vermuten, dass jemand Ihre personenbezogenen Daten im Internet missbraucht, ist schnelles Handeln entscheidend, um weitere Schäden zu verhindern.
1. Ändern Sie die Passwörter betroffener Online-Konten.
Ändern Sie umgehend das Passwort jedes Kontos, das möglicherweise kompromittiert wurde. Wenn alle Ihre Passwörter kompromittiert wurden, sollten Sie zuerst Konten mit sensiblen oder finanziellen Informationen absichern und für jedes Konto ein einzigartiges Passwort erstellen.
2. Melden Sie den Identitätsdiebstahl.
Melden Sie den Verdacht auf Identitätsdiebstahl im Internet bei der deutschen Polizei. Betroffene können den Identitätsbetrug auch bei der SCHUFA melden, um das Risiko zu verringern, dass ihre kompromittierten personenbezogenen Daten für weitere betrügerische Anträge oder Verträge verwendet werden.
3. Überprüfen Sie Ihre Geräte auf Schadsoftware.
Führen Sie auf Ihrem Computer, Smartphone und Tablet Sicherheitsscans durch, um Schadsoftware zu erkennen, die möglicherweise zum Diebstahl von Passwörtern oder anderen personenbezogenen Daten verwendet wurde. Entfernen Sie erkannte Schadsoftware, bevor Sie auf dem betroffenen Gerät weitere Zugangsdaten ändern.
4. Überprüfen Sie Ihre Online-Konten und Transaktionen.
Kontrollieren Sie Bestellverläufe, Bankkonten, Zahlungsdienste und andere Konten auf Aktivitäten, die Sie nicht erkennen. Informieren Sie den jeweiligen Anbieter umgehend über betrügerische Aktivitäten und bitten Sie ihn, das betroffene Konto bei Bedarf abzusichern oder vorübergehend zu sperren.
So verhindern Sie Identitätsdiebstahl im Internet
Die Verhinderung von Identitätsdiebstahl im Internet ist eine Frage von wachsamer Cyberhygiene. Das bedeutet, dass Sie Best Practices für den Schutz Ihrer Daten im Internet anwenden sollten. Hier die wichtigsten Maßnahmen im Überblick:
- Legen Sie für jedes Konto ein einzigartiges, starkes Passwort fest. Keeper Password Manager macht es Ihnen leicht, Passwörter automatisch zu generieren und sicher zu speichern, damit Sie sie sich nicht mehr merken müssen. Passwörter sollten mindestens 16 Zeichen lang sein und aus einer einzigartigen Kombination aus Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen.
- Richten Sie Multifaktor-Authentifizierung (MFA) für Ihre Konten ein. MFA ist eine zweite Authentifizierungsmethode, die Ihr Konto auch dann schützt, wenn Ihre Anmeldeinformationen kompromittiert werden. Keeper Password Manager kann sogar MFA-Codes für Sie speichern, damit Sie bei der Anmeldung nicht mit mehreren Geräten hantieren müssen.
- Melden Sie sich für Darknet-Scans an. Wenn Sie eine Warnung erhalten, dass Ihre Daten von einem Datenleck betroffen waren, sollten Sie die entsprechenden Anmeldeinformationen sofort ändern und Maßnahmen ergreifen, um kompromittierte Daten zu schützen. BreachWatch, ein Add-on zu Keeper Password Manager, ist ein hervorragendes Tool für Darknet-Scans.
- Schützen Sie Ihr Netzwerk. Ändern Sie das Standardpasswort für Ihr WLAN-Netzwerk und unternehmen Sie weitere Schritte, um Ihr Heimnetzwerk zu schützen.
- Halten Sie Ihren digitalen Fußabdruck so sauber wie möglich. Teilen Sie im Internet nicht zu viel, aktivieren Sie die Datenschutzeinstellungen und entfernen Sie kompromittierende Daten. Ihr digitaler Fußabdruck kann anderen dabei helfen, Ihre Identität zu stehlen.
Gute Cyberhygiene mag lästig erscheinen, doch ein Identitätsdiebstahl kann weitaus schwerwiegendere Folgen haben. Es kann Jahre dauern, bis Sie sich von einem Identitätsdiebstahl erholt, Ihre Kreditwürdigkeit wiederhergestellt und betrügerische Schulden getilgt haben. Zudem kann der Nachweis, dass Ihre Identität gestohlen wurde, kostspielig sein.
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